Dass Edin Dzeko das Vorbild von Miron Muslic ist, ist bekannt. Doch dass er als Trainer eine Verantwortung für Schalke 04 hat und personell nach Leistungen aufstellen muss, das scheint an Muslic derzeit vorüberzugehen. Selbst nach dem Totalausfall von Dzeko gegen Elversberg (0:0) setzte der S04-Coach erneut auf den 40-Jährigen, nachdem Moussa Sylla verletzt ausfiel. Und wieder enttäuschte der bosnische Mittelstürmer mit Bravour.
Wird der bosnische Nationalspieler von Muslic bevorzugt behandelt?
Gegen Mainz 05 (0:1) stand Edin Dzeko für den ausgefallenen Moussa Sylla auf der Mittelstürmerposition. Wie auch gegen den SV Elversberg spielte der Bosnier rund 60 Minuten lang. In den anderen Bundesligapartien nahm der 1,92 Meter große Torjäger lediglich die Jokerrolle ein.
Sportdirektor Youri Mulder sieht Dzeko eher als Joker: „Ich denke, dass Edin als Joker sehr wertvoll sein kann. Ja, absolut! Er ist ein Spieler von herausragender Qualität. Und wenn man die in den letzten 20 Minuten oder so braucht – dann gibt es dafür vielleicht keinen Besseren!“
In der Startelf gehen die Meinungen rund um den bosnischen Nationalhelden eher auseinander. Mulder äußerte sich diesbezüglich wie folgt: „In der Startelf hat es mit ihm gegen Mainz nicht geklappt! Er hat kaum ins Spiel gefunden. Aber wir müssen uns auch ein wenig nach seiner Qualität richten. Wenn wir die Bälle tief in den Raum spielen, dann hat man von Edin Dzeko natürlich wenig …“
Miron Muslic, der Cheftrainer auf Schalke, sieht das Ganze etwas anders. „Edin hat eine Qualität, die uns helfen kann und helfen wird. Er ist ein super Kombinationsspieler, ein super Zielspieler und überragend im Strafraum. Aber dann musst du ihn auch in seine Stärken bringen“, erzählte er gegenüber der „BILD“ nach der Mainz-Niederlage.
Fehlt der passende Kader für einen Dzeko?
Damit Edin Dzeko in seiner Spielweise gekonnt in Szene gesetzt werden kann, benötigt es die passende Infrastruktur auf dem Feld. Derzeit fehlt es an der nötigen Kaderqualität, um den Mittelstürmer vorn mit den passenden Bällen zu versorgen.
Ob auch der Coach des FC Schalke 04 zu dieser Einsicht kommen wird und Dzeko auf der Jokerposition lässt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Damit die Königsblauen in der Bundesliga bestehen können, bedarf es jedoch eines Strategiewechsels.







