Dass Schalke finanzielle Schwierigkeiten hat, dürfte an dieser Stelle niemanden mehr überraschen. Auch das Transferminus, das die Knappen im Sommer zu verzeichnen hatten, war im Vorfeld anders geplant. Allerdings konnte der Verein die benötigten Gelder anderweitig beschaffen. Beträge in Millionenhöhe gleichen die Transferausgaben aus und erzielen zu Saisonbeginn eine „Punktlandung“.
Schalke kassiert mehrere Millionen Euro
Die Königsblauen hatten mit einem Transferplus von rund zwei Millionen Euro kalkuliert. Stattdessen machte der Verein ein Minus von etwa 2,5 Millionen Euro. Trotzdem schreibt der Club schwarze Zahlen, zumindest vorerst. Grund dafür sind die Einnahmen fernab der Spielerverkäufe.
Wie die „BILD Sport“ berichtete, konnte der FC Schalke 04 mehrere Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen in den Kassenbüchern verbuchen. Damit ist das Transferminus nicht mehr der Rede wert. Wertvolle Einnahmen erzielten etwa die neuen Sponsorenverträge, die Sportvorstand Matthias Tillmann einfädelte. Auf Schalke durfte man sich über rund zwei bis drei Millionen Euro freuen.
Genauso ließen die beiden Testspiele in der Veltins-Arena gegen Real Madrid und Atalanta Bergamo die Kassen klingeln. Rund 500.000 Euro spülten die beiden Duelle im Sommer in den königsblauen Geldbeutel, da das Merchandising boomte.
Und auch die VIP-Lounge in Gelsenkirchen erlebt seit dem Bundesliga-Aufstieg eine gestiegene Auslastung, womit sich die Knappen ebenfalls über rund eine Million Euro zusätzlich freuen dürfen.
Schalke-Bosse müssen bald 10 Millionen Euro aufbringen
Die ausgeglichenen Bilanzen auf Schalke sind nur eine Momentaufnahme. Im Falle des Klassenerhalts muss der Club satte zehn Millionen Euro aufbringen. Da eine solche Summe nicht allein mit Sponsorendeals und Merchandise zu tilgen ist, wird der FC Schalke 04 erneut auf dem Transfermarkt tätig werden müssen.
Bei den Spielerverkäufen stehen besonders junge Talente wie Soufiane El-Faouzi, Mertcan Ayhan und Adil Aouchiche im Fokus, die bereits im Sommer immer wieder im Hinblick auf einen möglichen Wechsel diskutiert wurden. Dabei hätte allein El-Faouzi den Knappen rund sieben Millionen Euro einbringen können, wie die „BILD Sport“ berichtete. Mit einem Marktwertsprung könnte der Schalker und marokkanische Nationalspieler allein die benötigten zehn Millionen Euro tilgen, die beim Verbleib in der Bundesliga fällig werden. Im Juni 2026 stieg sein Marktwert auf neun Millionen Euro. Zudem ist er derzeit auf Länderspielreise mit Marokko unterwegs.
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