Der Hamburger SV kassiert am 3. Spieltag in der Bundesliga die dritte Niederlage und steht mit null Punkten am Tabellenende. Das Schlimme an dem Ganzen ist: zwölf Gegentore. Man könnte meinen der HSV spielt dauerhaft ohne Abwehr.
Torwart Daniel Heuer Fernandes: „Ich habe direkt nach dem Spiel keine Erklärung dafür. Es darf uns nicht passieren, dass wir wieder fünf Gegentore kassieren.“ Die Stimmung in Hamburg absolut auf dem Tiefpunkt.
Neben den Rothosen sind nur noch die Gladbacher so schlecht und die haben am Sonntag ihren Trainer Eugen Polanski entlassen. Für Trainer Merlin Polzin, der zusammen mit der Mannschaft in die Bundesliga aufgestiegen ist, wird es noch lange nicht so ergehen. Aber dennoch muss sich die gesamte Einstellung ändern.
Nicolai Remberg: „Wir haben zum zweiten Mal mit 0:5 verloren. Da gibt es wenig schönzureden. Wir haben uns wieder ein paar Tore selbst reingehauen. Das waren zu viele individuelle Fehler, um etwas mitzunehmen. Wir müssen klarer und abgeklärter sein.“
Zur Pause führte RB Leipzig 2:0 und am Ende stand es 5:0. Innerhalb fünf Minuten kassierte der HSV drei Gegentreffer und das Spiel war komplett entschieden.
Claus Costa: „Es ist völlig klar, dass wir uns das ganz anders vorgestellt haben, als zweimal in Folge mit 0:5 zu verlieren. Trotzdem sind es zwei völlig unterschiedliche Spiele gewesen. Wir hatten heute Phasen, die deutlich stärker waren als letzte Woche, als es sehr einseitig und deutlich war.“
Tatsächlich war das Spiel gegen Leipzig besser als noch vor einer Woche. In der ersten Halbzeit spielte das Team aggressiv nach vorn und hat den Gastgeber kaum Luft zum Atmen gegeben. Doch die Möglichkeiten die der HSV in beiden Halbzeiten hatte, konnten sie nicht nutzen. Nicht nur die Abwehr steht nicht stabil, auch die Offensive ist momentan ideenlos.
Merlin Polzin: „Es ist wichtig, dass wir die Art und Weise, wie wir das Spiel aufarbeiten wollen, herausstellen. Entweder siehst du das Endergebnis und sagst, dass es ähnlich beschissen war wie letzte Woche. Auf der anderen Seite steht, dass ich heute eine Mannschaft gesehen habe, die von Anfang an versucht hat, Dinge deutlich besser zu machen als letzte Woche. Wir haben zu Spielbeginn versucht, viel Druck zu erzeugen, aggressiv zu sein und sofort eine Energie zu zeigen, die für unser Spiel wichtig ist. Nach der Halbzeit haben die Jungs versucht, den Anschlusstreffer zu erzwingen.“
Am Ende hat alles nichts gebracht. Hamburg verliert erneut 0:5 und steht mit 0:12 Toren auf dem letzten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga. Am kommenden Samstag kommt der 1. FC Köln in den Volkspark. Vielleicht auch der erste Sieg.






