Die Debatte um die Neuausrichtung der Regionalligen ist eins der am heißesten diskutierten Themen, auch in der 3. Liga. Und vor allem bei Wehen Wiesbadens so erfolgreich gestartetem neuen Trainer Jochen Seitz, der mit Lok Leipzig in den letzten beiden Jahren trotz Meisterschaft in den Aufstiegsspielen zuerst am TSV Havelse (1:1, 0:3 n.V.) und dieses Jahr an den Würzburger Kickers (0:1, 1:2) scheiterte.
Am 18. Dezember soll der außerordentliche DFB-Bundestag über eine Neuausrichtung abstimmen. Die Idee des DFB: Das Kompassmodell, bei dem aus den bisher fünf Regionalligen vier werden würden, sodass alle Meister direkt aufsteigen könnten. In der neuen Folge von „4zu3 – der 3. Liga Podcast“ von MagentaSport bezieht Jochen Seitz deutlich Stellung: „Ich wüsste nicht, wo es sonst eine Liga gibt, in der ein Meister nicht aufsteigen kann. Dass ein Zweit- oder Drittplatzierter ein Relegationsspiel bestreiten muss, ist vollkommen legitim. Aber dass ein Meister nicht aufsteigt, ist ein Skandal. Das gehört abgeschafft!“
Besonders hart kritisiert Seitz den Präsidenten des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV), Dr. Christoph Kern, mit Blick auf die Regionalliga Bayern: „Ich bin komplett anderer Meinung als der Verbandspräsident, der die Regionalliga Bayern unbedingt beibehalten will. Was soll das? Ich verstehe es nicht! Die Regionalliga Bayern gehört tatsächlich aufgelöst, weil es dort kaum Vereine gibt, die in Richtung 3. Liga wollen. Teilweise gibt es dort Stadien, die überhaupt nicht regionalligatauglich sind. […] Da muss eine Lösung her. Dass Bayern sich dagegen wehrt, ist eine absolute Unverschämtheit!“
Das Kompassmodell sei dabei für Seitz eine mögliche Alternative: „Das Kompass-Modell wäre eine Möglichkeit. Ich habe auch gelesen, dass vielleicht eine professionelle vierte Spielklasse mit zwei Staffeln geschaffen werden könnte. Auch das wäre ein Ansatz. Es gibt verschiedene Varianten. Jetzt muss eine klare Richtung vorgegeben und darüber abgestimmt werden. Wenn wir das schaffen, werden erst einmal alle sehr glücklich darüber sein.“
Quelle und weiterlesen: Magenta Sport









