Der neue Trainer von Bayer Leverkusen wird in der bevorstehenden Saison etwas Schwung in die Aufstellung bringen. Carles Martínez dürfte nicht nur die Umstellung auf eine Viererkette vornehmen. Ebenso zeichnet sich für einige bislang etablierte Bayer-Profis der Verbleib auf der Bank ab, während andere Spieler mehr Einsatzzeiten erhalten könnten.
Neuzugänge, Abschiede und Rollenwechsel unter Bayer-Coach Martínez
Bayer Leverkusen beendete die vergangene Saison als Tabellensechster, woraufhin sich ein erneuter Trainerwechsel einleitete. Nachdem Kasper Hjulmand erst im September 2025 auf Erik ten Hag gefolgt war, musste dieser nach 295 Tagen bereits wieder gehen.
Nachfolger von Hjulmand ist Carles Martínez, der zum 1. Juli das Amt des Cheftrainers bei Bayer 04 Leverkusen bekleiden wird. Unter dem neuen Übungsleiter dürfte in der Startaufstellung etwas Bewegung hineinkommen.
Dabei könnte es besonders dem Teamkapitän Robert Andrich an den Kragen gehen. In der Dreierkette war der 31-jährige Potsdamer unter den bisherigen Trainern gesetzt. In 43 Pflichtspielen in der Saison 2025/26 zeigte der ehemalige Nationalspieler Deutschlands allerdings keine Beständigkeit in seinen Leistungen.
Besonders durch die Umstellung auf eine mögliche Viererkette könnte der eigentlich defensive Mittelfeldspieler seine Startelfposition verlieren. Neben Edmond Tapsoba würden sowohl Jarell Quansah als auch Loic Badé die geforderten Ansprüche eher erfüllen. Eine Rückkehr ins Mittelfeld ist aufgrund der Konkurrenz ebenfalls ausgeschlossen, sodass die geplante 4-3-3-Formation Robert Andrich zum Verhängnis werden könnte. Dieser muss darauf hoffen, dass sich Martínez doch gegen die Viererkette entscheidet.
Carles Martínez hat keine endgültige Struktur im Kopf
Erst im Juli wird Martínez mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Er selbst äußerte sich gegenüber der „BILD“ folgendermaßen: „Ich habe meine Ideen im Kopf. Ich bin mir noch nicht sicher, ob wir eine Viererkette oder eine Dreierkette spielen werden. Im Fußball musst du bereit sein, in verschiedenen Strukturen zu spielen. Damit sind wir schwerer auszurechnen.“
Der 42-Jährige muss sich zunächst ein Bild über den Ist-Zustand bei Bayer Leverkusen machen. Allein durch Neuzugänge kann sich die Endformation in großen Teilen wandeln. „Man muss schauen, welche Spieler wir zur Verfügung haben. Wir müssen erkennen, welche die beste Struktur ist, um die höchste Qualität des Teams zu nutzen“, fuhr Martínez fort.
Kennet Eichhorn könnte Aleix García ablösen
Aleix García hingegen bekommt von dem Neuzugang Kennet Eichhorn mächtig Konkurrenz auf seiner Position im zentralen Mittelfeld. García kam vor zwei Jahren zu Bayer Leverkusen und etablierte sich als Stammspieler. Doch der Rolle als Taktgeber wurde der 28-Jährige mehrfach nicht gerecht. Mit der Neuverpflichtung von Hertha BSC schwinden die Zukunftsaussichten bei Bayer 04 für den Spanier zunehmend.
Grimaldo und Hofmann könnten Bayer Leverkusen verlassen
Mehrfach beteuerte Alejandro Grimaldo, dass er Bayer Leverkusen verlassen möchte. Der Abwehrspieler ist zwar zufrieden in Leverkusen, würde aber gern in der spanischen La Liga spielen. Atlético Madrid könnte ein ernsthafter Abnehmer sein. Carles Martínez hofft zwar, ab Sommer mit Grimaldo zusammenarbeiten zu dürfen, doch ein Abschied wird immer wahrscheinlicher – schon allein, weil das Arbeitspapier im Rheinland im Sommer 2027 ausläuft.
Ebenfalls mit einem auslaufenden Vertrag steht Jonas Hofmann da. Der 33-Jährige kam zum Saisonende kaum noch zum Einsatz. Es ist denkbar, dass der gebürtige Heidelberger bei Bayer in sein letztes Vertragsjahr geht und anschließend ablösefrei geht. Eine Verlängerung des Kontrakts soll wohl nicht geplant sein.
Weitere Neuzugänge und Abgänge bei Bayer 04 könnten die endgültige Taktik des neuen Cheftrainers Carles Martínez beeinflussen. Folglich könnten Dauerläufer weniger Einsatzzeiten erhalten und Bankdrücker könnten in der kommenden Saison häufiger zum Zug kommen. Wie sich das Ganze letztlich entwickelt, sehen wir ab August, wenn die neue Bundesligasaison beginnt.







